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Zukunft für die Göltzschtalbrücke – der Stadtrat der Stadt Netzschkau erhält einen ersten Einblick in das Tourismuskonzept
In seiner Sitzung am 28.04.2026 wurde dem Stadtrat der Stadt Netzschkau das umfassende touristische Entwicklungskonzept durch Frau Anette Seidel, Senior Consultant, von der Berliner Firma mascontour vorgestellt.
Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Vision, das Gelände rund um die weltgrößte Ziegelsteinbrücke künftig zu einem ganzjährig erlebbaren Tourismusmagneten zu entwickeln. Die Göltzschtalbrücke, bislang vor allem als beeindruckender Fotostopp mit vergleichsweise kurzer Aufenthaltsdauer bekannt, soll sich zu einem lebendigen Erlebnisraum mit regionaler und internationaler Strahlkraft wandeln.
Wie Frau Seidel darlegte, besuchen derzeit jährlich rund 60.000 bis 90.000 Gäste das Areal – meist jedoch nur für kurze Zeit. Ziel des Konzeptes ist es daher, die Aufenthaltsqualität deutlich zu steigern und neue Anreize für längere Besuche sowie Wiederkehr zu schaffen.
Unter dem Leitbild „GöltzschExperience 360°“ soll bis zum Jahr 2031 ein einzigartiger Erlebnisraum entstehen, der Geschichte, Natur und moderne Freizeitangebote miteinander verbindet. Interaktive Ausstellungen, digitale Erlebnisformate, Veranstaltungen sowie naturnahe Aufenthaltsbereiche sollen Besucher künftig zum Verweilen, Entdecken und Wiederkommen einladen.
Das vorgestellte Nutzungskonzept umfasst unter anderem:
- ein zentrales Besucherzentrum mit Ausstellung, Gastronomie und Veranstaltungsbereich,
- Erlebnis- und Spielbereiche für Familien,
- einen rund 1,4 Kilometer langen Erlebnispfad,
- neue Veranstaltungsflächen,
- sowie als besonderes Highlight eine spektakuläre Zipline-Anlage.
Begleitet wird dies durch Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur, eine gezielte Marketingstrategie sowie die stärkere Einbindung regionaler Akteure. Ziel ist es, die Göltzschtalbrücke als touristisches Leuchtturmprojekt im Freistaat Sachsen zu positionieren.
Das Gesamtinvestitionsvolumen des Projektes beläuft sich nach aktuellem Stand auf ca. 30 Millionen Euro. Die Umsetzung ist in mehreren Schritten geplant.
Die Vorstellung stieß im Stadtrat auf großes Interesse. Deutlich wurde, dass das Projekt nicht nur touristische Potenziale birgt, sondern auch wirtschaftliche Impulse für die gesamte Region setzen kann.
In den kommenden Monaten stehen insbesondere die Konkretisierung der Projektstruktur, die Generierung von Fördermitteln sowie die weitere planerische Ausarbeitung im Fokus. Ziel ist es, die Voraussetzungen zu schaffen, um die Vision schrittweise Realität werden zu lassen.