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Unia & Polska Zeitschrift für Europa Ausgabe April 2003 | ||||
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Behinderte und EuropaDer Veranstaltung im Freien für Behinderte auf dem Festplatz Agrikola in Warszawa in Polen wurde fast gar keine Aufmerksamkeit geschenkt. Es ist die Zeit der Überzeugungstouren: "Ja" – Wort im Referendum für den EU – Beitritt Polens. Der Staatspräsident von Polen, der Ministerpräsident, Parteichefs, Politiker sind bereits durch Polen unterwegs und werben für die europäische Idee. Weshalb sollte sich denn jemand ausgerechnet jetzt mit einem Fest für Behinderte beschäftigen ? Da dieses Jahr das europäische Jahr der Menschen mit Behinderungen ist |
polnische Journalisten und Europa - Aktivisten im Europa -
College in Warszawa - Natolin in Polen am 26.06.2003. Es wurde zum Thema "Polen nach dem Referendum" zum EU-Beitritt diskutiert. |
Der Ausschuß der Regionen eröffnete im Januar den Marsch der Behinderten. Sein Starschub war in Athen und sein Ziel ist Rom, wo der Marsch im Dezember endet. Der Marsch der Behinderten ist eine Werbe – Veranstaltung und genau gesagt ist das ein I – Bus. ( der Werbe – und Informationsbus ), welcher im europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen alle fünfzehn EU – Länder besucht. Die Fragen der Menschen mit Behinderungen bilden die wesentliche Grundlage der Zusammenarbeit im Vorfeld verschiedener EU – Initiativen innerhalb der Europäischen Union. Außerdem ist das Gebiet ein weites Spektrum der Zusammenarbeit zwischen den Ländern – Beitrittskandidaten der EU und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Das Europäische Forum der Menschen mit Behinderungen mit Sitz in Brüssel möchte im Jahre 2003 “die Situation der Menschen mit Behinderungen in ganz Europa erleichtern.” Das Forum erwartet, daß die getroffenen Maßnahmen zu einem ganz konkreten Ergebnis führen, was insbesondere folgender Lebensbereiche betrifft: neue Gesetzgebung, neue Initiativen und neue Vereinbarungen für die Menschen mit Behinderungen. Und was geschieht hinsichtlich der Menschen mit Behinderungen nun in Polen ? Bereits im vorigen Jahr lenkte der Sprecher für Bürgerrechte unsere Aufmerksamkeit darauf, daß die EU – Werbung in Polen – Polens Beitritt der Europäischen Union für die gehörlosen Menschen gar nicht zugänglich ist. Daraus resultiert jedoch nichts, da sich sowohl 2002 als auch im europäischen Jahr der Menschen mit Behinderungen nichts geändert hat. Es gab Schwierigkeiten, sobald es sich herausstellte daß die Behinderten das gleiche Recht genießen ( es ist auch ihre Bürgerpflicht ), sich am Referendum zu beteiligen. Es ist dann ein kontroverser Vorschlag unterbreitet worden, daß behinderte Menschen, sowie Menschen die krank oder alt sind, über seinen bevollmächtigten Vertreter ihre Stimme abgeben. Die Sprecherin für behinderte Menschen stellte fest, daß “die fliegenden Kommissionen” eine bessere Lösung seinen. Nun kann man eine Frage laut stellen: wäre es nicht besser, wenn eine solche Diskussion früher stattfände und nicht erst zwei Monate vor dem Referendum – EU – Beitritt Polens ? Es war doch seit langem bekannt, daß ein solcher Weg der Befragung der Öffentlichkeit in Betracht kommt und daß man zu diesem Mittel greifen wird. In dem Fall handelt es sich doch um unsere Gesellschaft, um alle Bürger. Auch um die, welche nicht fähig sind, sich allein zu bewegen und welche nicht hören und nicht sehen ... Es sind Menschen wie wir. Sie genießen die gleichen Rechte und sind in verschiedenen Lebensbereichen tätig. Das sind Politiker, Arbeiter der Betriebe und Firmen, Verbraucher, Steuerzahler. 2003 müsste das neue Zeitalter beginnen in welchem die Menschen mit Behinderungen von unseren Gesellschaften endlich anders als bis jetzt gesehen werden. Vielleicht werden wir in der Hinsicht schon in der zweiten Hälfte des Jahres zum neuen Erkenntnis kommen ? Jaroslaw Józef Szafranski Natalia Syrzycka – Mlicka |
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